Allgemeine Beschreibung der Zargen für die erste Violine aus geflammtem Ahorn:
Die Geigenzargen aus Ahorn sind, wie bei allen Streichinstrumenten, ein grundlegendes Stück des Instruments. Sie bestimmen dessen endgültige Form und stützen seine Struktur. Die Notwendigkeit, ein hartes Holz zu verwenden, das dieser Spannung standhält, veranlasste die Geigenbauer damals dazu, sich für Ahorn zu entscheiden. Ein dichtes Holz, das reichlich verfügbar und leicht zu bearbeiten ist. All dies, ohne dabei sein unglaubliches gewelltes Aussehen zu berücksichtigen, das nach dem Lackieren fast dreidimensionale Nuancen annimmt.
Der europäische Ahorn – Acer pseudoplatanus – ist ein helles Holz mit goldenen Reflexen, die sich bei der Oxidation verstärken. Es ist ein Holz ohne erkennbare Poren, was in vielen Fällen die Verwendung eines Porenfüllers überflüssig macht. Es lässt sich trotz seiner Härte leicht bearbeiten (erfordert jedoch scharfe Werkzeuge) und man kann eine glänzende, attraktive Oberfläche erzielen, indem man einfach eine Klinge oder einen Hobel verwendet, ohne überhaupt Schleifpapier zu benutzen. Es ist zweifellos eines der dankbarsten Hölzer, die man bearbeiten kann.
Bei den Zargen der Qualität AA findest du Stücke mit regelmäßiger Maserung, die gleichmäßig und auf einem Großteil ihrer Oberfläche fleckenfrei sind. Diese Zargen werden häufig für Instrumente der mittleren bis oberen Preisklasse verwendet. Letztendlich ist es die Qualität des Holzes in Verbindung mit dem Können des Handwerkers, die den Unterschied ausmacht.
Eigenschaften:
- Maße: (400 x 45 x 2 mm) x 3, (350 x 45 x 2 mm) x 4, (250 x 45 x 2 mm) x 6
- Botanischer Name: Acer pseudoplatanus
- Herkunft: Mittel- und Osteuropa
- Dichte: 610–680 kg/m³